Schlagwort: Krieg

  • Es darf nicht relativiert werden, was der Russe Putin und seine Helfeshelfer den Ukrainern antun

    In einem Rechtsstaat gilt ein grundlegendes Prinzip: Wer Verbrechen begeht, muss mit Strafen rechnen. Dieses Prinzip schützt nicht nur einzelne Bürgerinnen und Bürger, sondern die gesamte Ordnung, die auf Recht, Verantwortung und Menschenwürde basiert. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Täter ein Einzelner ist oder ein mächtiger Staatsführer – vor dem Recht dürfen keine Ausnahmen gelten.

    Wendet man diesen Maßstab an, muss auch das Handeln Wladimir Putins bewertet werden. Der Versuch, ein souveränes Land mit Gewalt für sich zu beanspruchen, widerspricht fundamental dem Völkerrecht. Krieg zur territorialen Erweiterung ist kein politisches Mittel, sondern ein Verbrechen. Hinzu kommen schwerwiegende Vorwürfe wie die Entführung ukrainischer Kinder und die systematische Terrorisierung der Zivilbevölkerung. Solche Taten verletzen elementare Menschenrechte und treffen die Schwächsten einer Gesellschaft.

    Ein Rechtsstaat – national wie international – verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn er solche Verbrechen hinnimmt oder relativiert. Gerechtigkeit darf nicht von Macht abhängen. Wenn Recht mehr sein soll als ein leeres Wort, dann müssen auch Staatsoberhäupter für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden. Nur so kann die Idee des Rechtsstaates Bestand haben.

    Hansjörg Rogger

  • Der grausame Krieg der Russen (hjr)

    Katja Petrowskaja in ihrem Buch ‚Als wäre es vorbei’, 2025: „….Nun sind schon fast zwei Wochen vergangen, seit die russische Rakete sie (Victoria Amelina) tötete, zusammen mit zwölf anderen Zivilisten in einer Pizzeria in Kramatorsk…“

    „….Gerade eben noch war sie (Victoria Amelina) in Kyjiw auf der Buchmesse ‚Arsenal‘, hatte mit kolumbianischen Autoren diskutiert, hatte das Tagebuch des von Russen getöteten Kinderbuchautors Wolodymyr Wakulenko vorgestellt. Sie selbst hat es dort aus der Erde ausgegraben, wo der Autor es versteckt hatte, als die Russen kamen. Wakulenko wurde im Massengrab von Isjum gefunden….“

    Katja Petrowskaja zitiert die von den Russen ermordete Victoria Amelina: „Die Realität des Krieges / verschlingt die Satzzeichen / die fortlaufende Geschiche / die Zusammenhänge / verschlingt sie / als hätte ein Geschoss / die Sprache getroffen / Gesplitterte Sprache / klingt nach Dichtung.“

    Am 21.8.2022 schrieb Katja Petrowskaja, zitiert in ihrem Buch: ‚Als wäre es vorbei‘: „Seit einem halben Jahr wird Charkiw, die zweitgrößte Stadt in der Ukraine, regelmäßig beschossen, vor allem zivile Objekte. Jeden Tag, seit Wochen, seit Monaten….“