Der grausame Krieg der Russen (hjr)

Katja Petrowskaja in ihrem Buch ‚Als wäre es vorbei’, 2025: „….Nun sind schon fast zwei Wochen vergangen, seit die russische Rakete sie (Victoria Amelina) tötete, zusammen mit zwölf anderen Zivilisten in einer Pizzeria in Kramatorsk…“

„….Gerade eben noch war sie (Victoria Amelina) in Kyjiw auf der Buchmesse ‚Arsenal‘, hatte mit kolumbianischen Autoren diskutiert, hatte das Tagebuch des von Russen getöteten Kinderbuchautors Wolodymyr Wakulenko vorgestellt. Sie selbst hat es dort aus der Erde ausgegraben, wo der Autor es versteckt hatte, als die Russen kamen. Wakulenko wurde im Massengrab von Isjum gefunden….“

Katja Petrowskaja zitiert die von den Russen ermordete Victoria Amelina: „Die Realität des Krieges / verschlingt die Satzzeichen / die fortlaufende Geschiche / die Zusammenhänge / verschlingt sie / als hätte ein Geschoss / die Sprache getroffen / Gesplitterte Sprache / klingt nach Dichtung.“

Am 21.8.2022 schrieb Katja Petrowskaja, zitiert in ihrem Buch: ‚Als wäre es vorbei‘: „Seit einem halben Jahr wird Charkiw, die zweitgrößte Stadt in der Ukraine, regelmäßig beschossen, vor allem zivile Objekte. Jeden Tag, seit Wochen, seit Monaten….“