„Es kommt vor, dass es Situationen gibt, wo man nichts mehr sagen kann, wirklich sprachlos ist – es ist alles nur ein Ahnbarmachen.“ (Pina Bausch, Tanztheater Wuppertal)
Wenn „Die Zeit“ am 30. Dezember 2025 die Verkommenheit der globalen Elite beschreibt (Heinrich Wefing), dann wirkt das selbstzufriedene Elitegehabe mancher Schulen nur noch grotesk. Statt Statusrituale und Distinktionsneurosen zu pflegen, sollten alle Schulen das lehren, was zählt: ein einfaches, moralisch anständiges Leben, das keine soziale Eitelkeiten zu transportieren hat. (hjr.)
Ich war völlig baff – oder, treffender gesagt: sprachlos –, als ich aus berufenem Mund hörte, dass es den einst so hoffnungsvoll begonnenen Aufbruch an der Schule (Sowi-Gym) nicht mehr gibt. Abgesagt. Einfach weg. Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen: mit breiter Unterstützung und echter Wertschätzung. Die Initiative kam von unten und wurde von oben getragen. Ein trauriges Lehrstück darüber, wie Transformation abgewürgt werden kann. (hjr.)
„Historisches Orientierungswissen kann sehr helfen, Demokratie sowie Grund- und Freiheitsrechte weiterhin zu verteidigen. Sie sind tatsächlich nicht selbstverständlich. Demokratie muss gelebt und verteidigt werden. Ein Blick zurück in die Geschichte hilft also absolut, wird jedoch viel zu wenig getan. Ich hoffe sehr, dass unsere Generation nicht so endet wie die Generation meiner Großeltern und Urgroßeltern im Ersten Weltkrieg, der die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts gleich mit impliziert hat.“
Oliver Rathkolb, Zeithistoriker, Ö1, 2.1.26)