Nachgedacht von Hansjörg Rogger
Hier: Die Türen schließen – sanft. Es dämmert die Nacht – heran.
Dort: Lautes Krachen, bedrohliches Summen, Sirenenalarm. Kein Schlaf. Die Nacht hält Wache, hart und scharf. Ihre Wünsche, tief in Trauer.
Hier: Menschen kommen, bleiben eine Weile – lachen, reden, streiten, singen. Und sie gehen wieder fort. Ganz einfach durch die Tür hinaus. Man hört den Regen plätschern, aufgeregtes Hundegebell und herzhaftes Lachen ganz in der Nähe. Sonst nichts.
Dort: Wo einst das Leben seine Lieder sang – kein Licht, kein Trost. Tastend schleicht sich der Morgen heran – durch stinkende Schleier, vorbei an rauchverhangenen Mauern. Und überall dieses aufmerksame Lauschen, dieser bange Blick nach oben.